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| Sonderausstellung im Haus Martfeld

„Burgen und Schlösser in Westfalen“ – dies ist das Thema der Sonderausstellung, die das Westfälische Museumsamt, das Museum Haus Martfeld und der Arbeitskreis Schwelmer Baugeschichte e.V. zeigten.

Am Freitag, dem 20. November 2009, wurde die Ausstellung mit einem Grußwort von Bürgermeister Jochen Stobbe an die zahlreichen Besucher eröffnet, und anschließend von Cornelia Hackler (Leiterin von Museum und Stadtarchiv)  erläutert. Zahlreiche Farb- und Schwarzweißbilder mit Informationen zu jedem Gebäude, zeigen die schönsten Burgen, Schlösser und Häuser unserer Region.

Ausstellungseröffnung | Bürgermeister Jochen Stobbe

Foto | Arno Kowalewski

 

Haus Martfeld in Schwelm hat eine lange und interessante Geschichte als ehemalige Wasserburg und Rittersitz vorzuweisen und ist nur ein repräsentatives Beispiel für viele weitere Burgen in Westfalen. Einige von ihnen wurden während der Renaissance und des Barock zu ansehnlichen Schlössern ausgebaut: Zu den bekanntesten unter ihnen zählen Schloss Nordkirchen, Schloss Horst in Gelsenkirchen und Schloss Strünkede in Herne.

Die Ausstellung will das allgemeine Interesse und Bewusstsein für eine große mittelalterliche und äußerst geschichts-
trächtige Zeit des Vor-Ruhrgebiets wecken, in der zunächst noch der Burgenbau neben ersten Stadtgründungen und sich bereits differenzierenden Gesellschaftsstrukturen vorherrschte.

Um die Burgenlandschaft des Ruhrgebietes zu erforschen, untersucht der Luftbildarchäologe Baoquan Song von der Ruhr-Universität Bochum im Auftrag von "AufRuhr 1225! Ritter, Burgen und Intrigen" momentan das Ruhrgebiet auf Spuren früherer Burgen und Schlösser. Es ist eine der burgenreichsten Regionen Europas. Die Burgen an der Ruhr weisen das Gebiet an Ennepe und Ruhr als Grenzland aus und künden von dem machtpolitischen Gegensatz zwischen der westfälischen Grafschaft Mark und dem rheinischen Erzbistum Köln.
Der 7. November 1225 ist ein Wendepunkt in der Geschichte des Ruhrgebietes: In dieser Nacht wurde Erzbischof Engelbert von Köln im Hohlweg bei Gevelsberg Opfer eines Anschlages. Bis heute sind die genauen Hintergründe der Tat nicht geklärt. Als Drahtzieher des Anschlages gilt ein Verwandter des Erzbischofs, Friedrich von Isenberg, dessen Stammburg mitten im Ruhrgebiet liegt.
Was auch immer mit dem Anschlag ursprünglich bezweckt war, die Folgen des tödlichen Hinterhaltes waren enorm und in ihrer Tragweite sicherlich weder beabsichtigt noch vorhersehbar. Die Vormachtstellung des Erzbischofs geriet ins Wanken, unzählige Kleinkriege, mehrere hundert Burgenbauten, Aufstieg und Niedergang von Adelsfamilien, die miteinander um Rang und Bedeutung stritten, waren das Ergebnis.
Typische Anlage dieser Art war die Burg Isenberg an der Ruhrschleife in Hattingen-Winz. Zusammen mit Schloss Burg an der Wupper und der Burg Altena an der Lenne bilden sie einen Herrschaftsbereich des ehemaligen deutschen Adels.

Die Ausstellung dient darüber hinaus der Einstimmung auf das kommende Jahr der Europäischen Kulturhauptstadt „Ruhr 2010“, an dem das Museum Haus Martfeld als einer von elf Kooperationspartnern der großen landesweiten Ausstellungskonzeption „AufRuhr 1225!“ des Westfälischen Museums für Archäologie in Herne mit seiner eigenen Ausstellung vor Ort in Schwelm beteiligt sein wird.

Quelle: Cornelia Hackler | AufRuhr1225!

Foto | Arno Kowalewski | HERZ

 

Cornelia Hackler | Museum Haus Martfeld  

Foto | Christina Makarona

 

Die ErlebnisAusstellung "AufRuhr 1225!" kann vom 27.02 bis zum 28.11.2010 besichtigt werden.

 

© HERZ-Foto

     ErlebnisAusstellung "AufRuhr 1225! | LWL-Museum für Archäologie - Herne


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 Tipp:

Haus Martfeld

Öffnungszeiten:
Mi., Fr., Sa. von 10 - 13;
So. von 11 - 18 Uhr

Das Haus Martfeld dient seit 1962 der Unterbringung des regional- und stadtgeschichtlichen Museums, dessen bedeutende Bestände seit 1985 in einer Sammlung im Mittel- und Südflügel präsentiert werden. Das ebenfalls
 im Südflügel untergebrachte Stadtarchiv verfügt über einen reichen Fundus an Bibliotheks- und Aktenbeständen zur Stadt- und Regionalgeschichte.

Zum umfangreichen Veranstaltungsprogramm von Haus Martfeld gehören Wechselausstellungen und Sonderveranstaltungen wie Konzerte, Lesungen, Vorträge, Seminare, Märkte und Trauungen.

Nach mehrjähriger Restaurierung wurde im Sommer 2002 der Nordflügel des Hauses mit Museumscafé und Tagungsraum eröffnet.

Haus Martfeld 1
58332 Schwelm

Routenplaner


 

 

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Burgen und Schlösser in Westfalen

Aktualisierung: 24. November 2011

 


 

HERZ - Heinz E. & Renate Zethmeyer | www.zethmeyer.de