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| Familiengeschichte: Zethmeyer

Stammbaum ab 1600 | Zwölf Generationen dokumentiert

 

| Ursprung des Namens, Schreibweise, Aussprache

Der Familienname Zethmeyer soll sich aus einer Berufsbezeichnung abgeleitet haben. Er setzt sich zusammen aus dem "Zehntel", der ältesten Abgabe und dem "Meyer", der ursprünglich ein Verwaltungsbeamter war.

Im Mittelalter wurde ein Feld-, Frucht- oder Grundzehnt erhoben. In Oberbayern und Österreich soll der Grund-
zehnt (heute: Grundsteuer), also die Land-Miete/Pacht , der "Zethmeyer" gesammelt haben.

Früher wurde vorwiegend phonetisch (nach Lautfolge) geschrieben, hinzu kommt, dass viele Menschen gar nicht schreiben konnten. Deshalb gibt es auch unterschiedliche Schreibweisen für unseren Namen:
u.a. Zethmeyer, Zet(h)meier, Zen(h)tmayer, Zehetmeier, Zent(h)meyer, Zehetmeyer ...

Heute wird der Name fast nur Zethmeier oder Zethmeyer geschrieben, er wird allerdings unterschiedlich ausge-sprochen. Im fränkischen Raum liegt die Betonung auf [..tt:], in Westfalen mehr phonetisch auf [..th:].

 

 

Getreidegarbe: 
Bündel aus Getreidehalmen
einschl. Ähren
(Wappen für
Landwirtschaftliche
Tätigkeit)

 


Butzenmühle - 2010
Gemälde: G. Hoffmann

 

| Neue Heimat in Franken

Die Zethmeyers sind vermutlich aus Österreich, der Region Eisenwurzen [Dreiländereck: Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark - in der Nähe von Salzburg] – nach Mark Taschendorf im Steigerwald [Bereich: Würzburg, Bamberg, Neustadt an der Aisch] um 1645 geflohen. Der Ort aus dem die Zethmeyers stammen ist un-
bekannt. Markt Taschendorf ist eine in Hügeln und Tälern eingebettete Gemeinde an den südöstlichen Ausläufern des Steigerwaldes.
Im Jahre 1500 erhielt Markt Taschendorf das Marktrecht, und kann sich seit dieser Zeit Markt nennen.
 

Die vertriebenen Protestanten (sog. “Exulanten” | Glaubensflüchtlinge) mussten unter dem ständigen Druck der römisch-katholischen Obrigkeit ihre Heimat Österreich verlassen Bauernkriege.

Thomas Zethmeyer wohnte zuerst mit seiner Ehefrau Maria in der Einöde Butzenmühle, östlich von Markt Taschendorf (siehe Historische Karte um 1820). Der Eigentümer der Mühle war ein Mann namens Butz, dies war die Kurzform von Burckhard. Später zog Thomas Z. nach Markt Taschendorf und war dort als Bauer tätig.

          BayernAtlas "Historische Karte" | Markt Taschendorf mit Butzenmühle um 1820

Die Mühle hat sein Sohn Matthias Z. im Jahr 1667 gekauft (Protokollum u. Diarium von 1650-71 Nr. 126).
Als Gastgeber und Wagner wird später Matthäus Birkenfelder (Vater von Justina Birkenfelder | Ehefrau von Matthias Z.) genannt. Benachbart war die Butzenlohe. Als
Lohe wurde die früher fast ausschließlich zum Gerben verwendete Baumrinde bezeichnet. In der Regel handelte es sich dabei um Rinde, Blätter oder Holz von Eichen (Eichenlohe), die sehr gerbstoffreich sind und in zerkleinerter Form benutzt wurden.

Der Mühlbach war die Kleine Weisach. Auf der Butzenmühle wurde gemahlen, geschrotet und gegerbt. Der letzte Müller auf der Butzenmühle war Paul Brehm (*1896 | †1985). Sein Sohn Reinhold Brehm berichtet:

 "... zuletzt wurde vorwiegend geschrotet. Der Strom wurde noch mit dem Wasserrad erzeugt;
über eine Transmission wurde die Obstpresse und Kreissäge betrieben."

1968 wurde die Butzenmühle (Wohnen und vorwiegend Gewerbe) zu einem 3 Familienhaus um- und ausgebaut. Der hohe Dachstuhl der alten Zehntscheune brannte 1983 aus, das Dach wurde aber nicht wieder in seiner ursprünglichen Form errichtet. Die alten Stallungen wurden teilweise abgerissen.

Quellen:
Literatur: Dr. Wolfgang Mück - Müller und Mühlen im Aischgrund und seinen Nachbartälern
persönliche Gespräche mit dem jetzigen Eigentümer der Butzenmühle und dem Sohn des letzten Müllers (Nürnberg)

 

 

 

| Verzeichnis der Emigranten

 

 


Auszug aus dem Verzeichnis der österreichischen (und altbayerischen) Emigranten
 im Gebiet des Herrn von Lentersheim auf Obersteinbach

 Abkürzungen
 T.  = Markt Taschendorf
 HR. = Hochzeitsregister,
 BR. = Beerdigungsregister
 PD. = Protokollum u. Diarium von 1650-71

 

 

 

151.

Zethmeier Thomas, aus Oberöstereich des Glaubens willens nach Taschendorf geflohen;

als ein ehrwürdiger Greis von 74 Jahren, T BR. 15.07.1674
* ca. 1600, zwischen 1630 und 1637;

152.

Zethmeier Maria,, Ehefrau von 151. starb zu Obertaschendorf 72 Jahre alt. T BR. 11.05.1685.

153.

Zethmeier Matthias, aus Öberösterreich bürtig, Wagner und Buzemüller allhier zu Markt Taschendorf, Sohn von 151 und 152 heiratet zu Taschendorf Justina  Birkenfelder (siehe Nr. 8) T HR. 16.08.1670. Die Buzenmühle kauft er 1667 PD 126.

154.

Zethmeier Johannes, Sohn v. Nr. 151 u. 152 heiratet zu Markt Taschendorf
Catharina Würzbergerin (siehe Nr. 139) T HR. 21.02.1671 gestorben 68 Jahre  alt. T BR. 30. 03.1706

8.

Birkenfelder Justina, Tochter von Matthäus Birkenfelder in Unteröstereich, Taglöhner; heiratet Matth. Zenteneyer (siehe Nr. 153) zu Markt Taschendorf. T HR. 16.08.1670.

139.

Würzberger Cathariana, Tochter von Nr. 134 u. 135 heiratet Johannes Zethmeier von Markt Taschendorf (siehe Nr. 154) T HR. 21.02.1671.

 

 


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| Ahnentafel "Zethmeyer" ab 1600

 

... bitte klicken

Neustadt a. d. Aisch
Untere Schloßgasse 9
(ca. 1920)

 

 

 

Firmenschild | Schwelm, Kaiserstraße

 

Die Geschichte der "Familie Zethmeyer" ist über 400 Jahre dokumentiert und wir können die Familienforschung seit Beginn des 17. Jahrhunderts zurück verfolgen (12 Generationen).

Einen wesentlichen Teil der genealogischen Forschung hat Rolf Zethmeyer ( *1919 | 1996 | Architekt | Sohn von Hanns Zethmeyer) durchgeführt. Am 26.Dezember 1977 schreibt er:

„Eigenartiger Weise gibt das Register in Markt Taschendorf über die ersten Zethmeyer
Auskunft und Nachweise. Über die Zeit von ca. 1675 bis 1778 sind keine Unterlagen vorhanden.“

Diese Lücke konnte mit den Daten aus dem ursprünglichen Familienstammbaum  (etwa um 1850 gefertigt) der verwandten Familie Zethmeyer (Taschendorf / Bamberg) geschlossen werden:
Georg Zethmeyer (*17.07.1903 |
03.02.1960) & Bab. Zethmeyer (*21.03.1906 | 20.11.1944) haben den
Stammbaum ihrer Tochter Dorothea M. geb. Zethmeyer (*1937) weitergegeben.
Eine Trennung der Familien fand ca. Mitte des 19. Jahrhunderts statt. Matthäus & Anna Katherina Link hatten vermutlich 2 Kinder. Die Zethmeyers aus Taschendorf/Bamberg sind Nachfahren von Georg Z. (*25.05.1861 |
07.10.1927), während unsere Verwandtschaft auf den Bruder Johann Georg (*04.03.1857 | 09.01.1908) zurückgeht.

Unsere Familie Z. ist vermutlich Ende des 19. Jahrhunderts nach Neustadt an der Aisch gezogen. Weitere Verwandte wohnen in Geiselwind, sie stammen aus der Linie Georg Friedrich Z. (*24.12.1835 | 06.05.1910).

Georg Zethmeyer (*14.10.1890 in Neustadt a.d. Aisch | 04.01.1951), hatte das Pinsel- und Bürstenmacher-
handwerk gelernt und ging noch vor dem 1. Weltkrieg auf Berufswanderschaft nach Schwelm (NRW). Seit dem wohnen die Zethmeyers in Schwelm. 1921 hat Georg Z. mit Heinrich Brand die
Zebra-Pinselfabrik gegründet. 

Die weiteren Daten haben wir aus den Stammbüchern und nach den Aufzeichnungen unserer Großeltern/Eltern  zusammen gestellt.

 

 

 

 

Familienstammbaum
von 1600 bis ca. 1850

(Thomas Z. *ca. 1600
â
Matthäus Z. *20.05.1828)

* geboren, ∞ verheiratet, † gestorben, *† am Tag der Geburt gestorben

 

Zethmeyer Thomas
Bauer aus Öberösterreich

Ehefrau Maria Zethmeyer

* ca. 1600
† 15.07.1674

∞ zwischen 1630-1637
Emigranten aus Oberösterreich
Matthias, Johannes

* ca. 1613
† 11.05.1685

 

Zethmeyer Matthias
(Wagner*, Gastwirt und Butzemüller)

Justina Birkenfelder

Unterösterreich - Wolpüsing

*
† 16.01.1692

∞ 16.08.1670
Johannes, Margaretha,
Johann Georg, Andreas, Zacharias, Maria Margaretha,
Balthasar

* ca. 1648
† 15.11.1714

* Berufsbezeichnung für Wagenbauer / Wagenschmied
Butzen bedeutet im fränkischen: Mühlbach reinigen | säubern; Getreide schroten

 

                      Bruder und Schwägerin von Matthias Z.:

Zethmeyer Johannes
Oberösterreich

Catharina Würzberger

* ca. 1638
† 30.03.1706

∞ 21.02.1671

* Markt Taschendorf
† 14.02.1701

 

 

 

Zethmeyer Johann Georg

Barbara Viehdörfer

* 19.03.1675

∞ 17.01.1701
Hans Georg, Anna Barbara, Andreas

*
† 13.03.1768

 

Zethmeyer Andreas
Tagelöhner und Ackersmann

Anna Maria Rottomarin

* 10.03.1714
† 13.04.1791


Anna Maria, Johann, Julius Joachim,
Johann Sebastian, Johann Georg, Anna Barbara
*†, Johann Valtentin, Anna Barbara

ca. 1712*
† 12.04.1770

 

Zethmeyer Johann Sebastian

 Anna Margarete Huber

* 30.11.1745
† 21.05.1808

∞ 20.09.1784
Johann Georg, Johann Nicolaus, Matthäus,
 Catharina Margaretha, Anna Elisabetha,
Georg Nicolaus, Joh. Friedrich

* ca. 1759
† 08.02.1814

 

Zethmeyer Matthäus
Bauer | Altsitzer - Markt Taschendorf

Elisabetha Boland
Peppenhöchstädt - Markt Uehlfeld

* 12.12.1787
† 30.03.1866

∞ 08.02.1818
Anna Rebekka, Johann Michael
*,
Elisabeth Margaretha, Johann Michael,
Matthäus, Johann Georg, Georg Friedrich

* 17.02.1796

16.02.1873

 

Zethmeyer Matthäus
 
Bauer | Gemeindevorsteher Markt Taschendorf

Anna Katherina Link

* 20.05.1828
† 15.11.1880

∞ 04.04.1856
Johann Georg, Georg

* 10.04.1829

† 08.04.1868

 

Zethmeyer Johann Georg
Neustadt a.d. Aisch

Margaretha Doßler

* 04.03.1857
09.01.1908

∞ 12.05.1889
Maria Bar. gen. Barbett, Georg,
Hanns, Dorothea gen Dori

* 11.10.1862
22.01.1935

 

Zethmeyer Georg

Anna Wilhelmine Elisabeth Waldeck

* 14.10.1890
04.01.1951

∞ 24.07.1915
Erwin, Georg

* 04.11.1888
† 09.07.1965

 

Zethmeyer Erwin

Anna Elli Auguste Walter

* 24.01.1914
26.03.2003

∞ 27.10.1939

* 27.12.1912
† 21.05.2002

 

Zethmeyer Heinz E.

Renate Regina Kuhnen

* 12.08.1944

∞ 31.03.1969

* 26.01.1944

 

Zethmeyer Claudia

Damir Pavić

* 21.10.1969

∞ 25.10.1996

* 27.02.1965

 


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 | Markt Taschendorf - Landkreis: Neustadt a. d. Aisch - Bad Windsheim (Bayern)

 

 

 

| Der Anfang in Taschendorf

 

 

 

Österreichische (und altbayerische) Emigranten im ehemaligen Gebiet 
der Herren von Lentersheim auf Ober
Steinbach (Mittelfranken)

Sonderdruck aus den „Blättern des Bayrischen Landesvereins für Familienkunde“. 1931 Nr. 6/7
Max Kellerers Verlag München von Wilhelm Dannheimer, Pfarrer in Markt Taschendorf

 

Zur Lentersheimischen Herrschaft Obersteinbach gehörten um 1650 die Ortschaften:
Markt Taschendorf (34 Höfe), Obersteinbach (13 Höfe), Lachheim (8 Höfe), Obertaschendorf (6 Höfe), Frankfurt
(6 Höfe), Lerchenhöchststadt (5 Höfe), Birkach (2 Höfe), und von Kornhöfstadt (2 Höfe), - sämtl. Bezirksamt Scheinfeld - ferner: Rossbach (13 Höfe), Stübach (7 Höfe) und von Frankenfeld (2 Höfe) (Bezirksamt Neustadt/Aisch).

 Wer sich mit den Bewohnern des südlichen Steigerwaldes über die Vergangenheit der Gegend und über die Geschichte einzelner Familien unterhält, der stößt nicht selten auf die Behauptung:

„Mein Großvater, meine Großmutter, hat mir erzählt, 
dass wir von vertriebenen Salzburgern abstammen sollen.“

Hier handelt es sich allerdings um die Meinung, dass die Vorfahren mit den großen Salzburger-zügen um 1732 eingewandert seien (Salzburger Exulanten *). Jedoch schon lange vor den eigentlichen „Salzburgern“ war eine Einwanderung zwischen 1650 und 1690 aus Österreich und Franken erfolgt.

Die Entvölkerung durch den 30-jährigen Krieg war auch für den südlichen Steigerwald typisch. Es war nur noch ein ganz kleiner Teil der Bevölkerung vorhanden, die überwiegende Mehrzahl der Häuser ausgestorben, verbrannt und verfallen. Im Gebiet der Reichsfreiherrn von Lentersheim auf Obersteinbach waren 1658, also fast 10 Jahre nach dem Friedensschluss, noch ca. 60 Bauerngüter besetzt.

Aus den österreichischen Landen kamen eben in den Jahren nach dem westfälischen Friedensschluss immer zahlreicher die um ihres Glaubens willen vertriebenen Evangelischen nach Norden gewandert.

Soviel sich feststellen lässt, hat die Einwanderung der österreichischen und auch altbayerischen Emigranten im südlichen Steigerwald kurz vor 1650 eingesetzt. Um diese Zeit hielt sich in Neustadt a. Aisch oder wenigstens in nächster Nähe dieser Stadt eine Gruppe von Holzarbeitern auf. Sie werden abwechselnd als „Steuermärcker“ (aus der Steiermark) oder als „Zimmerleut“ aus dem Salzburger Land bezeichnet.

Nicht uninteressant ist es auch zu beachten, wie durch den Wechsel der Heimat mancher Emigrant auch seinen Familiennamen unfreiwillig gewechselt hat. Am neuen Wohnort schrieb man den Namen so, wie man ihn gesprochen hörte.

Der Kaufpreis der  verlassenen Bauerngüter war in den ersten 15 Jahren nach dem 30-jährigen Krieg erstaunlich gering. Für einen Preis: für 20 – 30 Rhtr. (Reichstaler) wurden die besten Anwesen erworben und den Käufern waren seitens der Herrschaft für die ersten drei Jahre sämtliche Steuern und Abgaben erlassen.

Die Löhne der herrschaftlichen Dienstboten waren dagegen verhältnismäßig hoch: ein Ochsenknecht erhielt 10 Rhtr. Jahreslohn und ½ Rhtr. Leihkauf (Güter), ein Pferdeknecht sogar im Ganzen 13½ Rhtr.

* Exulanten: allgemein Verbannte;
   besonders die im 17. und 18. Jahrhundert aus Salzburg vertriebene
protestantische Glaubensflüchtlinge

 

 


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| Verwandtschaft in Roigheim?

 

Gary Zentmyer,
aus den USA (Kalifornien) hat uns mitgeteilt, dass seine Vorfahren um 1690 bis 1750 in Roigheim (Baden-Württemberg) gelebt haben.
"Hanns Jacob Centma(e)yer (Bürger und Bauer zu Roigheim), soll mit Thomas Zethmeyer verwandt gewesen sein." Beweise, dass Hanns Jacob Centmayer und Thomas Zethmeyer verwandt sind gibt es allerdings nicht!

 

Centma(e)yer Hanns Jacob                                Ursula NN

* um 1661
† 25.08.1733

∞ 29.08.1699

* 27.02.1665
† 02.07.1720

 

Leider sind die alten Kirchenbücher in Roigheim nicht vollständig vorhanden bzw. sind tlw. verbrannt, so dass keine vollständigen Daten zur Verfügung stehen. 
Hanns Jacob Centma(e)yer hatte die Söhne:
Hanns Jörg (
* vermutlich in Roigheim, † um 1774) und Peter  (* um 1698, † 17.02.1765).
Im Taufbuch der evangelischen Kirche ist Peter Zehntmayer
∞ Maria Agatha geb. Ernst (um 1740) mit drei Kindern aufgeführt:
Zehntmayer Maria Catharina, ev.,
* in Roigheim, getauft 06.07.1743
Zehntmayer Maria Elisabeth, ev., * in Roigheim, getauft 21.11.1744
Zehntmayer Anna Maria, ev., * in Roigheim, getauft 21.07.1748, †09.09.1830

Im ältesten Kirchenbuch von Roigheim wird der Name Centma(e)yer, im Taufbuch (ab 1711) Zehntmayer, im Ehebuch Zentmeier, und im Totenbuch Zehntmeyer geschrieben.

 

 


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| Bauernkriege

 

 

Der oberösterreichische Bauernkrieg richtete sich gegen die Durchführung der Gegenreformation und die bayrische Pfandherrschaft. Mit allen staatlichen Machtmitteln und mit Hilfe der neuen Orden durchgeführten Aktionen, wollte man das Land nach der Reformation zum katholischen Glauben zurückzuführen. Der Augsburger Religionsfriede von 1555 übertrug dem Landesherrn die Entscheidung über das Bekenntnis seiner Untertanen. 

Die Habsburger selbst standen dem Protestantismus ablehnend gegenüber, doch mussten sie den meist protestantischen Ständen aufgrund der Türkenbedrohung wiederholt Zugeständnisse machen. 

Die 40.000 Bauern unter der Anführung katholischer bzw. kirchlichen Würdenträger erhoben sich gegen die protestantischen Adeligen und Grossbürger. Diese waren die Träger der Reformation in Österreich. Hauptsitz dieser Bewegung war Rosenburg a. Kamp (N.Ö.). Führend waren die Rosenberger und die Zelkmayer auf Schloss Weinberg bei Kefermarkt (O.Ö.). 

Der Aufstand im November 1626 durch den bayerischen General H. G. von Pappenheim niedergeschlagen, die führenden Teilnehmer wurden schwer bestraft. Dieser Bauernkrieg fand mehrfachen Niederschlag in der Literatur.

Die Einwanderung aus Österreich nach Franken erfolgte zwischen 1650 und 1690. Im südlichen Steigerwald setzte sie kurz vor 1650 ein. Taschendorf wurde durch den 30jährigen Krieg fast ganz entvölkert. die Felder konnten nicht mehr bestellt werden und viele Höfe standen leer, weil die Besitzer nicht mehr lebten. In den Jahren 1633 bis 1648 fehlt jeder Eintrag im Kirchenregister: die Pfarrei ist verwaist. 

Der Herr von Lentersheim nahm die aus konfessionellen Gründen vertriebenen Glaubensgenossen an. Er selbst war überzeugter Lutheraner.

 1597:
Kolorierter Holzschnitt
 (Heimathaus Freistadt,
OÖ.)

 

Bestrafung der aufständischen Bauern
 Niederösterreichs,

Die Veränderungen der sozialen, recht- und wirtschaftlichen Stellung der Bauern am Ende des Mittelalters durch gesteigerte Abgaben an die Grundherren und die Stände (Rüststeuern für die Türkenabwehr bei ungenügendem Schutz) und durch die Rezeption des römischen Rechts, die zur Beschneidung der Gemeinrechte führte, lösten ab der 2. Hälfte des 15. Jh. in mehreren österreichischen Ländern Aufstände der bäuerlichen Untertanen aus. Diese wurden meist durch lokale Beschwerden veranlasst und richteten sich gegen den Grundherrn, niemals gegen Kaiser und Reich.

Die Bauernkriege brachten für die Unterlegenen neue Bedrückungen und harte Strafen, in allen Fällen hielten Landesfürst und Kaiser  zu den adeligen und kirchl. Grundherren, auch siegten die Standesinteressen über die religiöse Solidarität. Die Bauern hatten keine politischen und militärisch-strategischen Ziele, ihre Anführer stammten meist aus anderen Berufsständen (Wirte, Handwerker, Lehrer, Beamte)

 

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HERZ-Chronik Z

 Aktualisierung: 13.09.2014

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